Hallo zusammen,
ich habe einen interessanten Impuls zum Nachdenken gefunden, den ich gerne mit euch teilen möchte. Immer wieder spüren wir – gerade auf den ersten Etappen im Karate-Training – das Gefühl, nicht schnell genug voranzukommen. Techniken wirken schwierig, Fortschritte erscheinen klein, und manchmal stellt man sich die Frage, ob es überhaupt weitergeht. Doch genau hier liegt eine der wichtigsten Tugenden in der Kampfkunst Karate: Geduld und Vertrauen – in den eigenen Weg und in eure Trainer im Dojo.
Ein oft zitierter Vergleich zeigt, wie besonders dieser Weg ist: Von 10.000 Anfängern im Karate hören etwa die Hälfte bereits im ersten halben Jahr auf. Von den verbleibenden schaffen nur wenige ein ganzes Jahr, noch weniger bleiben mehrere Jahre dabei, und nur ein sehr kleiner Teil erreicht schließlich den Schwarzgurt im Karate. Ob diese Zahl genau stimmt oder nicht, ist letztlich zweitrangig. Entscheidend ist die Botschaft dahinter: Der Weg zum Karate Schwarzgurt ist kein Sprint, sondern ein Marathon.
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Ihr könnt euch sicher sein: Jeder, der die Schwelle unseres Karate Dojos überquert, hat das Potenzial, eines Tages den Schwarzgurt (1. Dan) zu tragen. Das ist keine Floskel. Allein in unserem Dojo gibt es mittlerweile über 20 Schwarzgurte, darunter einige mit überdurchschnittlich hohen Dan-Graden im Karate. Das zeigt deutlich, dass dieser Weg funktioniert, dass die Qualität im Training stimmt und dass es möglich ist, dieses Ziel gemeinsam zu erreichen.
Dabei verläuft keine Reise im Karate-Training gleich. Der eine kommt schneller voran, der andere braucht mehr Zeit. Manche starten stark und verlieren später den Weg, während andere sich still entwickeln und über sich hinauswachsen. Viele vermeintliche Diamanten verglühen auf dem Weg, während unscheinbare Kohlenstoffe zu echten Diamanten reifen und mit der Zeit ihren ganz eigenen Schliff bekommen. Entscheidend ist nicht, wie jemand beginnt, sondern dass er im Karate dranbleibt.
Wer die erste große Schwelle zum 1. Dan im Karate überschritten hat, wird schnell feststellen, dass dies nicht das Ende ist, sondern vielmehr ein neuer Anfang. Die über Jahre erarbeitete Grundlage im Karate-Training beginnt sich jetzt erst richtig auszuzahlen. Techniken werden tiefer verstanden, Bewegungen klarer, und viele Zusammenhänge erschließen sich auf einer neuen Ebene. Für einige beginnt genau hier erst der eigentliche Weg in der Kampfkunst.
Der Weg in der Kampfkunst Karate ist ein einzigartiger. Lasst uns gemeinsam diesen Weg weitergehen. Lasst uns zu denen gehören, die nicht früh aufhören, sondern Schritt für Schritt wachsen. Lasst uns diejenigen sein, die das große Ziel erreichen: den Schwarzgurt im Karate.
Viele Grüße
Alexander